Das Museum als „Kontaktzone“

Alle Fotos: Lenbachhaus, Simone Gänsheimer

Das Museum als „Kontaktzone“
Gespräch mit Lilli Roser, Elena Sinanina und Andrea Lesjak

Wie können Museen und Kulturinstitutionen Kontaktzonen werden?

Der Begriff der „Kontaktzone“ wurde 1997 von dem Ethnologen und Historiker James Clifford in die Museumsdebatte in Zusammenhang mit dekolonialen Theoriebildungen und Praktiken eingeführt. Er griff dabei auf Arbeiten der US-amerikanischen Literaturwissenschaftlerin Mary Louise Pratt zurück, die den Begriff Anfang der 1990er-Jahre prägte. Kontaktzonen sind Räume für Kollaboration und Austausch, mit dem Auftrag, dauerhafte Beziehungen aufzubauen. Gleichzeitig sind sie mit Ungleichheit und Konflikten verbunden: Wer darf sprechen? Wer wird gehört? Welche Wissensformen zählen? Und wie lassen sich bestehende Machtverhältnisse verschieben?